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22.11.2015: 

Qualifizierung von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe

An 4 Abenden, organisiert durch die Ökumenische Fachstelle Asyl Ludwigsburg haben sich ca. 40 Ehrenamtliche zu den Themen
– Recht
– interkulturelle Kommunikation
– das rechte Maß des Helfens
– Unterstützung durch das solzale Netwerk

weitergebildet. Zwei diese Abende fanden bei uns im AK Asyl Vaihingen an der Enz statt mit anschließender Zertifikatsübergabe.

 

 

 

VKZ 29.09.2015:

Wie lebt es sich als Flüchtling in Vaihingen?            

Begegnungsnachmittag des AK Asyl Vaihingen mit starker Resonanz  

Vaihingen (ob). Das große Büro in der Friedrichstraße 3 platzte schier aus den Nähten. Der Arbeitskreis (AK) Asyl Vaihingen hatte zu einem Begegnungsnachmittag zwischen Flüchtlingen und allen Interessierten aus der Bevölkerung eingeladen – und viele, viele kamen.

Die Befürchtung der Vorsitzenden Renate von Rotenhan, mit wenigen Leuten alleine den Nachmittag verbringen zu müssen, wich bald der Frage, ob die Getränke und vor allem die Stühle reichen.

Das Interesse an der Situation der Asylanten in Vaihingen ist offensichtlich ungebrochen und nicht nur das Interesse, sondern auch die Bereitschaft, tatkräftig zu helfen und die Arbeit des AK zu unterstützen. Das zeigte sich schon beim Organisationstreffen am 17. September, bei dem sich neue freiwillige, ehrenamtliche Mitarbeiter einfanden, die künftig bei entsprechenden Anlässen mit anfassen werden.

Wie lebt es sich als Flüchtling in Vaihingen? Wie geht es den Familien hier? Und wie klappt es mit der Sprache – ist das nicht zu schwierig? Das Interesse am persönlichen Schicksal der Asylanten, ihrer Flucht, aber auch der Situation in ihren Heimatländern war groß. An diesem Tag konnten die Fragen erfreulicherweise nicht nur an die Mitarbeiter des AK gerichtet werden, sondern direkt an die Betroffenen.

Eine erstaunlich große Zahl von ihnen war der Einladung gefolgt, auch mit ihren Kindern, so dass die üblichen Hemmschwellen bald überwunden wurden und sich zahlreiche intensive Gespräche entwickelten. Zum Erstaunen vieler erwies sich die Sprachbarriere nicht als unüberwindlich, denn einige Flüchtlinge beherrschen die deutsche Sprache schon ziemlich gut, wenn nicht, hilft bisweilen Englisch oder Französisch weiter und schließlich gibt es eine Kommunikation, die international funktioniert: ein Lächeln und der Gebrauch von Händen und Füßen.

Andere Flüchtlinge nutzten die Gelegenheit, das Angebot des AK Asyl zu diesem Thema näher zu erkunden. An zwei Nachmittagen in der Woche Deutsch zu lernen und zu Hause weiter arbeiten zu können, erschien ihnen offensichtlich so attraktiv, dass sie sich gleich anmeldeten – auch wenn klar wurde, dass es kein offizieller Sprachkurs mit Erwerb eines Zertifikats sein kann. Der anschließend angebotene Film über die Situation von Flüchtlingen in Deutschland, den eine Vabo-Klasse (Berufsvorbereitung für Jugendliche ohne Deutschkenntnisse) gedreht hatte, schilderte zwar eindrucksvoll deren Erfahrungen und Erfolge, aber auch Enttäuschungen – leider aber nur für das deutschsprachige Publikum, da er ohne Untertitel produziert war, so der Arbeitskreis in einer Mitteilung.

Olaf Büscher vom Arbeitskreis Asyl: „Auf alle Fälle bewies dieser Nachmittag, dass Gelegenheiten zum gegenseitigen Austausch gewünscht und sinnvoll sind, weswegen er künftig als feste Programmgröße jeweils am letzten Freitag eines Monats angeboten wird.“                                                              

19.09.2015: Monatlicher Begegnungstag startet am 25. September 2015

 

Ab sofort kann der letzte Freitag im Monat im Kalender vorgemerkt werden.

Von 14:00 bis 17:00 Uhr findet in unserem Büro in der Friedrichstraße 3 von nun an immer ein Begegnungstag statt.

Interessierte sollen hier die Möglichkeit haben, mit Mitarbeitern des Arbeitskreises ins Gespräch zu kommen und den einen oder anderen Flüchtling persönlich kennenzulernen. Wir können aktuell jede Unterstützung gebrauchen und freuen uns über jegliche Hilfe und tolle Ideen.

Der nächste und somit auch erste Begegnungstag findet am 25. September 2015 statt.

Im Anschluss wird ab 17:00 Uhr der 40-minütige Dokumentarfilm „Leben in Deutschland – Aus der Sicht von Flüchtlingen“ gezeigt. Es handelt sich hierbei um ein sehenswertes Projekt der VABO-Klasse des Beruflichen Schulzentrums aus Kirchheim unter Teck. Bei den VABO-Klassen geht es um eine Vorqualifizierung für Arbeit und Beruf für Jugendliche ohne Deutschkenntnisse. Die meisten der Schüler sind somit selbst noch nicht sehr lange in Deutschland. Deshalb machten sie es sich zur Aufgabe, sechs andere Flüchtlinge nach ihren Erlebnissen und Erfahrungen zu befragen. Die Gespräche mit Flüchtlingen, die teilweise schon sehr lange und teilweise erst seit Kurzem in Deutschland leben, wurden in diesem Film zusammengefügt.

 

 

11.07.2015: Ehemalige DRK-Wache wird Büro des AK Asyl

 

Offensichtlich ist es eine gute Adresse für Hilfesuchende und Leute in Not, die Friedrichstr. 3. Der AK Asyl Vaihingen, der sich ja bereits seit einiger Zeit um die Flüchtlinge in der Stadt Vaihingen an der Enz kümmert, suchte dringend nach einer sinnvollen Unterkunft, denn ohne ein Büro ist die organisatorische Arbeit kaum zu bewältigen. Aber Wunsch ist die eine, die Realität die andere Seite, leere Räume sind Mangelware, insbesondere, wenn sie nichts kosten sollen. Welch ein Glücksfall, dass das DRK seine Wache verlegt hatte und somit das Gebäude leer stand. Noch größeres Glück, dass die Zustimmung seitens der Stadt nicht lange auf sich warten ließ und auch noch tatkräftige Unterstützung materieller und personeller Art zugesichert und geleistet wurde. Aber einfach einziehen wäre dann doch zu viel des Glücks gewesen, zunächst musste repariert und dann etwas renoviert werden, denn eine lange intensive Nutzungszeit hinterlässt natürlich ihre Spuren. Schönheitsreparaturen und Verschönerungsversuche machten alles schon ein wenig wohnlicher und mit Hilfe gespendeter, aber gut erhaltener und sinnvoll nutzbarer Möbel verwandelte sich der Raum erst in ein Chaos und dann in einen Mehrzweckraum, der nicht nur als Büro dienen wird. Dank seiner Größe soll er künftig Treffpunkt und Anlaufstelle für Flüchtlinge und Interessierte sein, als Besprechungsraum dienen und könnte für die Kinderbetreuung während des Deutschunterrichts und des Integrationskurses genutzt werden.

Am 11. Juli konnte das Büro an einem „Tag der offenen Tür“ erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Zu Besichtigungstouren, internationalen Häppchen und interessanten Gesprächen fanden sich viele Besucher in der Friedrichstraße ein.

 

 

13.05.2015: Internationales Kochen

 

Am 13. Mai stand internationales Kochen auf dem Programm des AK Asyl.

Wenn es etwas gibt, das alle Menschen verbindet – egal welcher Religion, Abstammung oder Kultur – dann ist es definitiv das Essen. Am Nachmittag des 13. Mais trafen sich einige Frauen des Arbeitskreises mit syrischen und afrikanischen Flüchtlingen, um gemeinsam zu kochen. In der Küche des katholischen Gemeindehauses wurde fleißig geschnippelt, gebraten und gewürzt. Für das arabische Taboulé wurden frische Petersilie, Zwiebeln und Tomaten in feine kleine Stückchen geschnitten, während die Afrikanerinnen am Herd ein landestypisches Reiscurry zubereiteten. Anschließend saß man gemütlich zusammen am Tisch und genoss die internationalen Gaumenfreuden. Es entstanden rege Gespräche und man verabredete sich unter anderem zum „Schwäbischen Kochen“ und zum gemeinsamen Walken. Der nächste Termin für das internationale Kochen wird hier auf der Webseite und auf Facebook bekannt gegeben.

 

 

 

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